dann ist Ihr Notstromaggregat plötzlich Gold wert ! Warum das so ist, und was hinter dem Zauberwort Minutenreserven steckt, erklären wir Ihnen im folgenden.
Für gewöhnlich sollte die Energienachfrage und das Energieangebot innerhalb eines Stromnetzes ausgeglichen sein. Der optimal Fall wäre, wenn immer genau so viel Strom produziert wird, wie gerade benötigt wird.
Allerdings ist das in der Realität bei weitem nicht so. Die Übertragungsnetzbetreiber müssen ständig - und zwar sekundengenau darauf achten, dass ihre Netze nicht über- oder sogar unterlastet werden. In beiden Fällen hat das nämlich unmittelbare Auswirkungen auf die Netzfrequenz - und das kann fatale Folgen haben wenn nicht sofort auf den Mehr- oder Minderbedarf im Netz reagiert wird.
Sie haben sicher schon einmal davon gelesen, dass ganze Landstriche plötzlich und aus unerfindlichen Gründen einen totalen Stromausfall erlebten, der sich Stunden und Tage hinzog.
Wird der Energiehaushalt von Stromnetzen nicht ausgeglichen, greifen viele Kraftwerke nämlich zur automatischen Notabschaltung - und die kostet Millionen Euro.
Bei besonders starken und unerwarteten Abnahme- oder Einlieferschwankungen können die Netzbetreiber nämlich nicht mal schnell das eine oder andere Atomkraftwerk rauf- oder runterfahren. Das würde bei weitem zu lange dauern.
Die schnelle Eingreiftruppe - Task Force One
Hier braucht es "Die Schnelle Eingreiftruppe" ... Ein Verbund vieler kleiner Energie-Erzeuger kann Abhilfe schaffen, indem diese Anlagen gebündelt werden und kollektiv regulierend in die Versorgung eingreifen - als Zünglein an der Waage verhindern diese Anlagen am Ende immense wirtschaftliche Schäden.
Harald Pliet -
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Der immer stärkere Einsatz regenerativer Energien - hier insbesondere der Windkraftwerke sorgt dafür, daß die Situation immer unberechenbarer wird. Die Übertragungsnetzbetreiber müssen daher Vorsorge treffen, indem sie an einer eigens dafür eingerichteten Börse Ein- und Ausschaltreserven optionieren - die sogenannten positiven und negativen Minutenreserven.
Das widerum sorgt dafür, daß Sie paradoxerweise für das Abschalten Ihres BHKW einen wirtschaftlich beträchtlichen Geldbetrag erhalten. Je Megawatt Leistung sind das sehr schnell stattliche fünfstellige Beträge jährlich - je nach Marktlage.
Anders herum liefern Notstromaggregate Minutenweise benötigte Energie ins Netz und das zu ebenfalls attraktiven Konditionen. So attraktiv, daß manches Aggregat als Kostenstelle völlig vernachlässigt werden kann und sogar noch Geld obendrauf verdient. In der Praxis handelt es sich um Einschalt-Zeitfenster von 15 - 240 Minuten. Und ein Notstromaggregat muss doch ab und an sowieso probelaufen um den einwandfreien Betrieb sicherzustellen.
